Die Analysen und Perspektiven von Assistierenden des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich ist als lose Folge von Bänden konzipiert, die von wechselnden Herausgebern und Autoren betreut und verfasst werden und den wissenschaftlichen Mittelbau inspirieren und stärken sollen. Daran beteiligt ist insbesondere der Nachwuchs aus dem Rechtswissenschaftlichen Institut. Die einzelnen Publikationen sind jeweils einem bestimmten aktuellen Thema gewidmet.
Rechtswissenschaft, Rechtsetzung und Rechtsanwendung sind gleichermassen geprägt durch die Vornahme von Differenzierungen. Die einen sind wohlbegründet und im Wesentlichen unbestritten, die anderen sind weniger einleuchtend und Gegenstand heftiger Kontroversen. Im Vordergrund steht dabei regelmässig die Frage nach der Rechtfertigung und Überzeugungskraft der jeweiligen Unterscheidung.
Der vorliegende Band spürt unterschiedlichsten Differenzierungen und ihrer Legitimation anhand aktueller Fragestellungen des allgemeinen Zivilrechts, des Verfahrensrechts, des Konsumentenschutzrechts und des Finanzmarktrechts ebenso nach wie anhand solcher des Wettbewerbs- und Kartellrechts sowie des Sozialversicherungs- und Medizinrechts. Auch neueste Entwicklungen im Bereich der Rechtsvereinheitlichung und des Europarechts werden erörtert. Wer interessante Einblicke in ein grundlegendes und perspektivenreiches Thema sucht, wird in diesem Buch fündig.
Der Schutz der polizeilichen Güter, zu welchen die öffentliche Ordnung, Sicherheit, Gesundheit, Sittlichkeit sowie Treu und Glauben im Geschäftsverkehr gezählt werden, durchdringt unsere gesamte Rechtsordnung. Neben dem öffentlichen Recht ist auch das Straf- und Zivilrecht betroffen. Dank dieser breiten Fächerung enthält der vorliegende Band nicht nur kritische Analysen bezüglich des Polizeirechts, sondern zeigt auch strafrechtliche und zivilrechtliche Aspekte des polizeilichen Güterschutzes auf. Dieser kommt in erster Linie durch die Abwehr von Gefahren zum Tragen, bei deren Auftreten in der Gesellschaft rasch der Ruf nach stärkerem Schutz ertönt. Entsprechende staatliche Regelungen und Massnahmen führen aber nicht nur zu mehr Schutz, sondern auch zu Verboten und Freiheitsbeschränkungen, welche mittels staatlichen Zwangs durchgesetzt werden können. Ziel des Sammelwerkes ist das Aufzeigen von Entwicklungen und die kritische Auseinandersetzung mit dadurch entstehenden Spannungsfeldern.
Der zunehmende Austausch zwischen Kulturen, die fortschreitende technische Entwicklung und die hohe Mobilität der Bevölkerung steigern die vielseitigen Wechselwirkungen von Recht und Kultur und erhöhen die Anforderungen an die kulturelle Kompetenz von Juristen. Wie und wie weit soll kulturellen Wertvorstellungen im Recht Rechnung getragen werden und wie weit soll das Recht Kultur und Kunst mitgestalten? Davon ausgehend, dass Recht in kulturellen Kontexten steht, unterschiedliche Kulturen berücksichtigen muss und manchmal kulturelle Grenzen überwindet, versammelt dieser Band aktuelle Beiträge von Angehörigen des Mittelbaus und Professoren der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich aus den Gebieten des Völker-, Staats-, Straf- und Vertrags- und Immaterialgüterrechts sowie der Rechtsgeschichte. Thematisiert werden anhand des schweizerischen und des internationalen Rechts unter anderem die kulturelle Identität...
Medien spielen im Zeitalter der Globalisierung eine herausragende Rolle – und dies nicht nur durch einen markanten Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung, sondern auch mit Bezug auf rechtliche Entwicklungen. Durch die sprunghafte Entwicklung der Medienmacht und die rasante, aber oft auch einseitige Verbreitung von Information entstehen Regelungslücken, mit denen sich Rechtsdogmatik, Gesetzgebung und Rechtsprechung in ständig zunehmendem Ausmass auseinanderzusetzen haben. Das Medienrecht ist Querschnittsmaterie, ein aktuelles, besonders fesselndes und komplexes Gebiet, das mittlerweile wesentliche Bereiche des nationalen öffentlichen Rechts, des Strafrechts und des Zivilrechts umfasst. Aktuelle medienrechtliche Fragen stellen sich aber auch im Europa- und Völkerrecht und bilden Diskussionsgegenstand in den Grundlagenfächern. Gerade in jüngster Zeit haben sowohl in der Schweiz als auch vor internationalen Instanzen verschiedene besonders strittige Fälle in medienrechtlichen Fragen für Aufsehen gesorgt...
Seit den grossen politischen Umbrüchen des 18. Jahrhunderts – nämlich der Französischen Revolution von 1789 und des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges von 1775-1783 – ist eine allmähliche Verbreitung des abendländischen Freiheits- und Demokratiekonzeptes festzustellen, zuerst in den westlichen Staaten und seit ein paar Jahrzehnten schliesslich auch auf globaler Ebene. Dabei geriet oftmals in Vergessenheit, dass die Freiheit zwar unabdingbar ist zur Entfaltung der einzelnen Menschen, andererseits aber nur ein verantwortungsvoller Umgang mit derselben gewährleisten kann, dass alle Menschen möglichst viel Freiheit erfahren können. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Freiheit bedeutet aber nichts anderes, als dass es auch in der Ausübung der Freiheit gewisse Schranken geben muss. In diesem Sammelband sind insgesamt 17 Beiträge enthalten, in denen sich die jeweiligen Autorinnen und Autoren mit dem komplexen Verhältnis von Freiheit und Unfreiheit in den diversesten Rechtsbereichen und Rechtskulturen befassen.
Das Biomedizinrecht ist eine neue, beschleunigtem Wandel unterliegende, aber doch sehr komplexe Rechtsmaterie und hat in den letzten Jahren national und international besondere Aktualität gewonnen. Als Querschnittsmaterie vereint es öffentliches und privates Recht, prägt aber auch die politischen und rechtspolitischen Debatten und Diskurse über grundlegende Orientierungen moderner Industriegesellschaften und die Rolle des Menschen, der Person in diesem Kontext. In insgesamt 15 Beiträgen nähern sich die Autorinnen und Autoren – alles Assistierende des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich – einer Fülle von gegenwärtig diskutierten biomedizinrechtlichen Fragestellungen, greifen Streitfragen auf und beziehen Stellung: von der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Gesetzesvorhaben bis hin zu kindesrechtlichen, vormundschaftsrechtlichen, strafrechtlichen, patentrechtlichen, grundrechtlichen und rechtsphilosophischen Themenkreisen im Biomedizinrecht. Die Beiträge offenbaren, in welchem Masse uns die modernen Technologien als Juristen herausfordern, diese Fragen neu zu bedenken.
Diskriminierung und Integration Analysen und Perspektiven von Assistierenden des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich und Beiträge von ausgewählten Freunden zum 60. Geburtstag von Frau Professor Marie Theres Fögen Nicht jede Benachteiligung ist eine Diskriminierung im juristischen Sinne. Die Publikation prüft, wo die Grenzen der Toleranz und der Integration zu stecken und welche Drittinteressen zu beachten sind. Sie beantwortet ebenso die Frage, wo es Lücken im Gesetz zu füllen gilt, um Diskriminierungen vorzubeugen. Gesetzesvorschläge zeigen auf, wie Integration und Gleichstellung gefördert werden können. Zudem wird erkennbar gemacht, wie man sich in unserem Rechtssystem gegen Diskriminierung wehren kann. Die Autorinnen und Autoren – alles Assistierende des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich – haben die Fragen der Diskriminierung und Integration unter diesen Gesichtspunkten in den verschiedensten Facetten beleuchtet...