Preis: CHF 78,00

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Neue Technologien wie Big Data Analytics, Cloud-Computing und das Internet der Dinge ermöglichen es, immer schneller und günstiger Daten zu analysieren, mehr Daten zu generieren und zu speichern als je zuvor und Daten für neue Zwecke einzusetzen. Diese Technologien bergen Datenschutzrisiken wie die Nutzung von Daten entgegen ihrem ursprünglichen Zweck oder unbefugte Zugriffe auf Daten. Die vorliegende Dissertation untersucht, ob der rechtliche Rahmen behördlicher Datenbearbeitungen an das digitale Zeitalter angepasst werden muss. Der Fokus liegt auf der Analyse geltender Aufbewahrungs- und Löschungsfristen behördlich gehaltener Personendaten. In der Schweiz und der EU basiert die (staatliche) Bearbeitung von Personendaten auf verbindlichen Grundsätzen, in den USA weniger. Dennoch sind staatliche Datenbearbeitungen auf beiden Kontinenten entlang des Informationslebenszyklus gegliedert und enden automatisch mit der Löschung von Daten. Dieses System verkennt, dass Daten ihre Relevanz über die Zeit verändern und nach Durchlauf dieses Zyklus weiterhin von Nutzen sein können. Dies kann den Einsatz neuer Technologien zur Erfüllung staatlicher Aufgaben hemmen. Die vorliegende Dissertation gibt Handlungsempfehlungen, damit Behörden Personendaten nach Durchlauf des Zyklus erneut evaluieren und im Rahmen ihrer Tätigkeiten weiterbearbeiten können, ohne den Datenschutz vollkommen auszuhöhlen.