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Die Mehrsprachigkeit ist für die Schweiz eines ihrer prägenden Merkmale – und eine ihrer grössten Herausforderungen. Dies gilt nicht zuletzt für die Rechtsordnung. Die Amtssprachen und damit auch die offiziellen Sprachfassungen von Rechtstexten sind gleichberechtigt. Die Bereitstellung der verschiedenen Sprachfassungen, die allen vier Sprachgemeinschaften gleichermassen geschuldet ist, verlangt einen erheblichen institutionellen Aufwand. Um die Bedeutungsgleichheit der Sprachen zu garantieren, braucht es einen laufenden Vergleich der Sprachfassungen; dies bereichert aber in jedem Fall die verschiedenen Versionen der Erlasse. Der vorliegende Band beleuchtet den rechtlichen Rahmen und die Praxis der mehrsprachigen Gesetzgebung. Als konkreter Anknüpfungspunkt dient das totalrevidierte Berufsbildungsgesetz (BBG) des Bundes. Dabei stützt sich die Untersuchung auf eine interdisziplinäre Verknüpfung linguistischer und juristischer Methodik. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf die Umsetzung des Gesetzes in den mehrsprachigen Kantonen. Ein besonderes Augenmerk gilt insgesamt der Frage, ob die Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs so gestaltet werden kann, dass durch die Zusammenarbeit der Vertreter der verschiedenen Sprachgruppen die Bedeutungsgleichheit gewährleistet und gleichzeitig die Verständlichkeit der Texte verbessert werden kann.