Das schweizerische Obligationenrecht behandelt den Zins als Entgelt für die Überlassung von Geld und die Verzinsung von Forderungen in einer Vielzahl einzelner Bestimmungen. Viele dieser Normen sind in der heutigen Form bereits seit dem 1. Januar 1912 in Kraft und waren teilweise schon im alten Obligationenrecht von 1883 enthalten. Seither wurden nur wenige dieser Zinsbestimmungen revidiert, während sich die Kreditwirtschaft und die Finanzmärkte im gleichen Zeitraum stark verändert und neben neuen Anlage- und Finanzierungsformen auch genauere und komplexere Methoden zur Bestimmung und Berechnung von Zinsen und Risikoprämien hervorgebracht haben. Die vorliegende St. Galler Dissertation nimmt eine Bestandsaufnahme und Analyse der Zinsbestimmungen im Obligationenrecht sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung vor, um festzustellen, ob die gesetzliche Regelung der Zinsen im Obligationenrecht mit diesen Entwicklungen Schritt gehalten hat, und auf Möglichkeiten zur Anpassung des geltenden Rechts hinzuweisen. Basierend auf den erkannten Unklarheiten und Defiziten des geltenden Rechts wird ein Vorschlag für eine Revision der wichtigsten Zinsbestimmungen im Gesetz skizziert. Dies erfolgt unter Einbezug der Vernehmlassungsvorlage des Bundesrates vom 18. August 2010 zur Änderung des Verzugszinses im kaufmännischen Verkehr sowie einer rechtsvergleichenden Betrachtung ausgewählter Zinsbestimmungen im Europäischen Recht und in internationalen Soft Law Kodifikationen. Im Rahmen dieses Entwurfs sollen die zinsrelevanten Normen im Obligationenrecht an die Erfordernisse des modernen Wirtschaftsverkehrs angepasst und eine angemessene, marktgerechte und systematische Regelung der Zinsen und Zinseszinsen aufgestellt werden.
Teil des vorliegenden Werks sind demgegenüber mehrere Erlasse wie insbesondere das Gewässerschutzrecht, der Natur- und Heimatschutz, Tierschutz und die Waldgesetzgebung, die alle ebenfalls zum weiteren Themenbereich des Umweltrechts gehören. Ein eigenes Kapitel ist dem Energierecht gewidmet. Darin werden neben den gesetzlichen Grundlagen des Energie- und des CO2-Gesetzes rechtliche Fragen aufgeworfen, die sich bei den neuen erneuerbaren Energien stellen. Erhebliche Auswirkungen auf die natürliche Umwelt gehen ferner von den Verkehrsanlagen aus. Eingegangen wird u.a. auf den Sanierungsbedarf von Strassen, Bahnlinien und Flughäfen sowie auf den Transport von Gefahrgut auf diesen Verkehrswegen. Schliesslich werden die in den Erlassen des Umweltrechts enthaltenen privatrechtlichen Haftungsregelungen sowie die strafrechtlichen Sanktionen erörtert.
Die vorliegende Untersuchung verfolgt ein doppeltes Erkenntnisziel: Zum einen wird eine Stärkung des Verfahrensgedankens in jenen Bereichen des Verwaltungshandelns bezweckt, denen diesbezüglich bislang weder vom Gesetzgeber noch von der Judikatur oder der Verwaltungsrechtswissenschaft hinreichende Aufmerksamkeit geschenkt worden ist. Zum anderen erfolgt eine rechtsstaatliche Fundierung dieser weitgehend ignorierten Erscheinungsformen des (in einem umfassenden Sinne verstandenen) Verwaltungsverfahrens.
Die im September 2012 von AXA-ARAG in Zusammenarbeit mit dem Europa Institut an der Universität Zürich durchgeführte Veranstaltung vertiefte Themen zur Stellung des Versicherungsbrokers, zu ausgewählten Fragen in der Sozialversicherung und zur Bedeutung der Rechtsschutzversicherung.
Der Jahresband 2012/13 berücksichtigt die relevanten Entwicklungen in folgenden Rechtsgebieten: Banken- und Kapitalmarktrecht, Versicherungsrecht, Gesellschaftsrecht, Kommunikation und Medien, Wettbewerbsrecht, Arbeitsrecht, Personenfreizügigkeit, Öffentliches Auftragswesen, Technische Vorschriften, Energie, Steuerrecht, Immaterialgüterrecht, Vertragsrecht, Verbraucherrecht, Internationales Zivilverfahrensrecht/Internationales Privatrecht.
Keine Zeit für Utopien? Diese Frage drängt sich angesichts der in unserer Rechtsordnung implizierten Lebensformenpolitik auf. Denn nach wie vor wird der Vielfalt der Beziehungs-, Familien- und Lebensformen im Recht nicht genügend Rechnung getragen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen führen nicht selten zu einer Prekarisierung der Lage der betroffenen Kinder und Erwachsenen, zu Benachteiligungen oder jedenfalls zu begründungsbedürftigen Einschränkungen ihrer Wahlmöglichkeiten. Die rechtliche Anerkennung und die Gleichberechtigung der verschiedenen Lebensformen erscheinen bislang als utopisch. Gleichzeitig bleibt die Diskussion oftmals bei der Feststellung dieser Defizite des Rechts stehen und über Visionen und Utopien wird wenig nachgedacht. Der Band befasst sich sowohl aus grundlegend-theoretischer als auch praxisorientierter Sichtweise mit der Lebensformenpolitik im Recht. Anlass zur Diskussion sind die rechtlichen Bedingungen für Alleinerziehende und ihre Kinder, für die gleichgeschlechtliche Partner- und Elternschaft, für queere Lebens- und Familienformen sowie für Menschen in der Migration...