• Diemut Majer
  • Frauen - Revolution - Recht
  • Die grossen europoäischen Revolutionen in Frankreich, Deutschland und Österreich 1789 bis 1918 und die Rechtsstellung der Frauen

  • Europäische Rechts- und Regionalgeschichte, Band 5

  • Dike Verlag (in Kooperation mit Nomos Verlag, Baden-Baden)
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2008
  • 460 Seiten, gebunden

  • ISBN: 978-3-03751-124-4
  • Publikationsart: Abhandlung
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 98.00

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«… Majer bemüht sich, nichts unerwähnt zu lassen; das macht auch das ganz besondere dieser Studie aus, die sich auf knapp 20 Jahre Projektarbeit stützt. Hinzu kommen die umfassenden Literaturrecherchen, auch Romanliteratur wird verwendet, und die Quellenbearbeitung. Viele Details finden sich noch in den langen, ebenfalls aufschlussreichen, vielfältigen, spannenden Fussnoten. Abgerundet wird die Darstellung durch eine umfassende, wunderbare Dokumentation, auch mit Berichten von Frauen über Revolutionen, mit treffenden Zitaten aus Operntexten (Wagner u. a.), trefflich, immer passend (z. B. S. 422ff.)...
Das Buch gibt Auskunft über alle relevanten Entwicklungen bis heute mit einer insgesamt gelungenen Mischung aus historischen Ansatz, juristisch klarer Erläuterungen und sozialwissenschaftlicher Durchdringung in einer gelungenen fachübergreifenden speziellen politischen Denkweise.
Diemut Majer gilt Dank, Anerkennung, Glückwunsch für das Werk: Es macht Freude dieses besondere Buch zu lesen.»
—Gabriele Kokott-Weidenfeld, Zeitschrift für Politik, Nr. 57/2010, S. 236 ff.


Die interdisziplinär angelegte Studie untersucht, «eingebettet» in die allgemeine Revolutionsgeschichte, ob und wie sich die Rechtsstellung der Frauen während und nach der Französischen Revolution 1789, der Revolution von 1848 in Deutschland und in Österreich und nach der Revolution von 1918 geändert hat. Diese verschlechterte sich im 18. und 19. Jahrhundert (Code Civil 1804, preußisches Vereinsverbot 1850, etc.), und verbesserte sich erst nach dem Ersten Weltkrieg (politische Rechte), im Familienrecht sogar erst in den 70er-Jahren. Während die wirtschaftliche Entwicklung expandierte, stagnierten für die Frauen in allen europäischen Ländern Rechtsentwicklung und höheres Bildungswesen; beides hängt mit dem patriarchalischen Verständnis der Rolle der Frau zusammen, das bis 1918 in Politik und Gesellschaft herrschte. Die Studie untersucht auch die Verhältnisse in der Schweiz, England und den USA, deren Rechtsetzung von den revolutionären Ereignissen ebenfalls stark beeinflusst war. Ein Ausblick auf Russland bildet den Abschluss. Die Publikation enthält ca. 100 Abbildungen zeitgenössischer Zeichnungen, eine Dokumentation mit u.a. Berichten von Frauen über die revolutionären Ereignisse 1789 sowie literarische Texte zum Frauenbild des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie berührt die Sachgebiete Frauenforschung, Verfassungs- und Rechtsgeschichte sowie Sozial- und Kulturgeschichte.