• Caroline Guhl
  • Trotz rechtswidrig beschaffter Beweise zu einem gerechten Straf- und Zivilurteil

  • St. Galler Schriften zur Rechtswissenschaft, Band 36

  • Dike Verlag
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2018
  • 234 Seiten, broschiert

  • ISBN: 978-3-03751-999-8
  • Publikationsart: Dissertation
  • Sprache: Deutsch
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«Die Bedeutung der Verwertbarkeit von Privaten rechtswidrig erlangten Beweisen ist eine Problemstellung, die zukünftig eher noch grössere Bedeutung erlangen wird als heute schon. Guhl hat sich verdienstvoll darum bemüht, die insoweit einschlägigen Interessen herauszuarbeiten. Ob es dabeibleiben muss, dass die (Gesamt-)Abwägung dieser Interessen dann tatsächlich ein praktisch nicht mehr weiter hinterfragbarer Ermessensentscheid des zuständigen Gerichts ist, bleibt abzuwarten. Die Auffassung, dass es verfehlt sein soll, dass die Interessensabwägung im Strafprozess durch eine Vorprüfung anhand des Kriteriums der hypothetisch rechtmässigen staatlichen Beweiserhebung ergänzt wird, muss man nicht zwingend teilen. Auch wenn man der Verfasserin nicht in allen Punkten zwingend folgen muss, kann das Buch doch jedem, der sich – in der Praxis oder in der Wirtschaft – mit dem Thema der durch Private rechtswidrig erlangten Beweise zu befassen hat, wichtige Informationen und Anregungen vermitteln.»

Prof. Dr. W. Wohlers, ZStrR Band 136, S. 430.

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«Empfehlenswert für Gerichte und Rechtsanwälte»

– Michael Krampf, Plädoyer, 06/2018, S. 71.


Rechtswidrig beschaffte Beweise stellen eine entscheidende Herausforderung dar, da sie den Rechtsfrieden in empfindlicher Weise stören. Sowohl die Verwertung wie auch die Nichtverwertung kann dazu führen, dass Urteile als kollektiv oder individuell ungerecht empfunden werden.
Vorliegende Dissertation widmet sich der Problematik der rechtswidrig durch Privatpersonen beschafften Beweismittel in Straf- und Zivilverfahren. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Unterschiede der beiden Verfahren wird untersucht, wann Beweismittel als rechtswidrig beschafft zu qualifizieren sind und unter welchen Umständen sie verwertet werden dürfen oder sollten. Diesbezüglich wird insbesondere die im Zentrum stehende Interessenabwägung konkretisiert und erläutert, welche konkreten Interessen gegeneinander abzuwägen sind. Die bei dieser Abwägung zu berücksichtigenden Parameter werden dabei theoretisch erarbeitet und empirisch untersucht. Dadurch kann ein Rahmen für die gerichtliche Ermessensausübung definiert werden, um eine Annäherung an ein gerechtes, dem Rechtsfrieden zuträgliches Urteil zu ermöglichen.