• Daniel Thürer | Thomas Buergenthal
  • Menschenrechte
  • Ideale, Instrumente, Institutionen

  • Dike Verlag (in Kooperation mit Nomos Verlag, Baden-Baden)
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2009
  • XXII, 453 Seiten, broschiert

  • ISBN: 978-3-03751-206-7
  • Publikationsart: Darstellung
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 78,00

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«… Die Verteidigung der Menschenrechte setzt voraus, dass die Instrumente und Institutionen zu ihrer Durchsetzung Bestandteil des allgemeinen Wissens bilden. Das vorliegende Buch leistet hierzu einen hervorragenden Beitrag, erstens weil es, leicht verständlich geschrieben und mit anschaulichen Anwendungsbeispielen und Grafiken illustriert, einen guten Überblick verschafft, und zweitens weil die Verfasser über besondere Sachkompetenz verfügen: Thomas Buergenthal, der als Knabe die Schrecken des Holocaust überlebte (vgl. seine autobiographische Schilderung «Ein Glückskind: wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein neues Leben fand», Frankfurt 2008), unterrichtete während Jahrzehnten an verschiedenen amerikanischen Universitäten Völkerrecht und Rechtsvergleichung, präsidierte den Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof und wirkt seit 2000 als Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Daniel Thürer befasst sich ebenfalls nicht nur in Lehre und Forschung mit den Menschenrechten, sondern auch praktisch als Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sowie der Kommission des Europarates gegen Rassismus und Intoleranz… »
—Professor Dr. iur. Walter Haller, Meilen/Zürich, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht (ZBl), 6/2010 Seite 345 f.


Menschenrechte sind elementare Rechte, mit denen jeder Mensch, nur weil er Mensch ist, ausgestattet ist. Sie sind Ausdruck der allen Menschen in gleicher Weise zukommenden Würde. Sie bilden heute einen zentralen Bestandteil des Völkerrechts und der internationalen Politik und sind zu wesentlichen Massstäben der Kritik und der Rechtfertigung des Verhaltens staatlicher, nichtstaatlicher und gesellschaftlicher Akteure des internationalen Lebens geworden. Sie stellen eine tragende Legitimitätsgrundlage moderner öffentlicher Institutionen dar. Ziel dieses Buches ist es, einen sachlichen Überblick über die Normen und Institutionen des internationalen Menschenrechtsschutzes zu vermitteln. Ein besonderer Akzent wird auf die Verfahren, Institutionen und Techniken der Umsetzung von Rechtsgarantien gelegt. Das Werk befasst sich mit drei Ebenen des Menschenrechtsschutzes. Zunächst werden Normen und Institutionen universeller Natur behandelt; Schwerpunkte bilden das Menschenrechtssystem der Vereinten Nationen sowie das humanitäre Völkerrecht und das Völkerstrafrecht. Es folgt eine Analyse der regionalen Menschenrechtsordnungen in Europa (Europarat und insbesondere Europäische Menschenrechtskonvention, Europäische Union, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), Amerika und Afrika. Schliesslich wird, exemplarisch, der Menschenrechtsschutz im staatsrechtlichen Bereich behandelt (Deutschland, Österreich, Schweiz). Auch soll das Buch Anstösse zur Reflexion geben. Die Darstellung wendet sich an ein breites Publikum: Wissenschafter und Studenten, Parlamentarier und Beamte, Mitarbeiter von NGOs und Verbandsangehörige, Journalisten und interessierte Bürger, denen ein Überblick über das komplex gewordene internationale Menschenrechtssystem vermittelt wird.