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«… Die Studie zeigt für die Schweiz erstmals – im Gegensatz etwa zu Österreich und Deutschland – die Möglichkeiten und Grenzen der Ausscheidung von gentechnikfreien Gebieten. Die Publikation stellt überaus kenntnisreich, lesbar und vor allem lesenswert das Schweizerische Gentechnikrecht und dessen Rahmenbedingungen dar. Wer sich mit dem Gentechnologierecht befasst, kommt daher nicht darum herum, diese ausgezeichnete Publikation zu studieren. Nunmehr wird es an der Bundesverwaltung, am Bundesrat und am Parlament sein, diese Erkenntnisse umzusetzen. Nach Ablauf des Moratoriums im November 2013 (vgl. Art. 37a GTG) muss die Schweiz bereit sein, die gesetzlich zwar festgeschriebene, aber noch wenig konkretisierte Koexistenz umsetzen zu können.»
— PD Dr. iur. Christoph Errass, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht (ZBl), Nr. 04/April 2012, S. 217 ff.

Die Einrichtung sogenannter gentechnikfreier Zonen wird gerade in jüngerer Zeit immer wieder diskutiert, wobei eine solche Massnahme durchaus unterschiedliche Zielsetzungen (insbesondere Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft und/oder Schutz des ökologischen Gleichgewichts, bestimmter Arten oder einer «ursprünglichen» Arten- und Landschaftsvielfalt) verfolgen kann. Die vorliegende, auf ein Gutachten im Auftrag des Bundesamts für Umwelt zurückgehende Untersuchung zeigt zunächst den rechtlichen Rahmen auf, der de lege lata bei einer allfälligen Ausscheidung GVO-freier Zonen zu beachten ist bzw. wäre, wobei neben dem nationalen (schweizerischen) Recht auch die Rechtslage im EU-Recht sowie die möglicherweise einschlägigen völkerrechtlichen Vorgaben berücksichtigt werden und die Analyse des geltenden Rechts durch einen Blick auf ausgewählte ausländische Rechtsordnungen abgerundet wird. Auf dieser Grundlage werden die Möglichkeiten der Ausgestaltung einer bundesrechtlichen Regelung zur Ausscheidung GVO-freier Gebiete in der Schweiz erörtert. Insgesamt zeigt die vorliegende Untersuchung damit die Möglichkeiten und Schranken, die aus rechtlicher Sicht bei der Einrichtung GVO-freier Zonen zu beachten bzw. in die Betrachtungen einzubeziehen sind, auf und leistet damit einen Beitrag zu der aktuellen (politischen und rechtlichen) Diskussion über diese Problematik.