• Martina Sperlich
  • Suizidbeihilfe in der Rechtsprechung des EGMR

  • Dike Verlag (in Kooperation mit Nomos Verlag, Baden-Baden)
  • 1. Edition, Zurich/St. Gallen 2019
  • XXVI, 260 Pages, Paperback

  • ISBN: 978-3-03891-063-3
  • Type of publication: Introduction
  • Language: Deutsch
  • Availability: In Stock

Price: CHF 72.00

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«Mit ihrer kritischen Untersuchung wirft die Autorin ein Schlaglicht auf diese gesellschaftspolitisch kontroverse Diskussion. Trotz höchstgerichtlicher Judikatur in den Konventionsstaaten und jener des EGMR ist dieser Bereich nach wie vor von Rechtsunsicherheit geprägt. Dieser Umstand und unter anderem auch die Erkenntnis, dass das an sich aus Art. 8 EMRK ableitbare Selbstbestimmungsrecht oft ein theoretisches bleibt, sollen ihr zufolge Anstoß zur Optimierung der geltenden Rechtslage auf nationaler aber auch internationaler Ebene geben.»

– Lisa Steurer, Newsletter Menschenrechte NLMR 6/2019, S. 542.


Das Selbstbestimmungsrecht gemäss Art. 8 Abs. 1 EMRK ist im Kontext der selbstbestimmten Lebensbeendigung immer wieder Gegenstand von behördlichen und gerichtlichen Entscheiden. Darf ein Konventionsstaat durch gesetzliche Verbote verhindern, dass eine Person durch freiwillige Unterstützung Dritter das eigene Leben beendet? Darf ein Konventionsstaat durch eine unklare Rechtslage, durch Umgehung oder durch Ignorieren richterlicher Entscheide dem Einzelnen die Möglichkeit nehmen, letale Medikation zur frei gewählten, selbstbestimmten Lebensbeendigung zu erwerben?

Anhand einer Analyse der Entscheide des EGMR zu den Fällen Haas, Koch und Gross will die vorliegende Monografie aufzeigen, weshalb bei Beantwortung der aufgeworfenen Fragen gemäss Vorgaben der EMRK der klar geäusserte, freie Wille des einzelnen Betroffenen, der seinem Leben ein Ende setzen möchte, an oberster Stelle stehen sollte.