• Till Mengler
  • Die lückenhafte Beweiswürdigung im tatgerichtlichen Urteil
  • Eine Untersuchung zum System der Beweiswürdigungsfehler

  • Studien zum Strafrecht, Band 82

  • Dike Verlag (in Kooperation mit Nomos Verlag, Baden-Baden)
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2017
  • 191 Seiten, broschiert

  • ISBN: 978-3-03751-971-4
  • Publikationsart: Dissertation
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 64.00

   - ODER -    + Wunschliste





Die Beweiswürdigung gilt traditionell als „Domäne des Tatrichters“. Inzwischen untersuchen die Revisionsgerichte tatgerichtliche Urteile allerdings verstärkt auf sogenannte Beweiswürdigungsfehler. Besonders häufig wird hierbei „Lückenhaftigkeit“ moniert. Die Konturen dieses Fehlertyps sind jedoch schwach; ebenso wenig wurde bislang das strukturelle Verhältnis zu den übrigen Fehlertypen herausgearbeitet. Der Verfasser nähert sich dem Problemkreis deduktiv, ausgehend vom verräumlichten Verständnis der Beweiswürdigung als dem Versuch, die Lücke zwischen Prozess- und Tatgeschehen zu schließen.

Die Untersuchung führt an die erkenntnistheoretischen wie auch normativen Grenzen dieses Schließverfahrens und verdeutlicht, dass die Lücke auch unter Idealbedingungen rational nur verkleinert, nicht aber geschlossen werden kann. Anschließend tritt der Verfasser der herrschenden Auffassung entgegen, die für die Überzeugungsbildung eine subjektiv-irrationale Überwindung objektiv-rationaler Ungewissheit fordert. Aus alldem entwickelt er schließlich ein Konzept der lückenhaften Beweiswürdigung.


Die Arbeit wurde mit dem Wolf-Rüdiger-Bub-Preis ausgezeichnet.