• Urs Hausmann
  • Vertragsfreiheit im Schweizer Mietrecht von 1804 bis 2014 unter besonderer Berücksichtigung des Mietzinses
  • Rechtshistorischer und rechtspolitischer Hintergrund der heutigen Vertragsschranken im Mietrecht

  • Europäische Rechts- und Regionalgeschichte, Band 19

  • Dike Verlag
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016
  • 511 Seiten, gebunden

  • ISBN: 978-3-03751-784-0
  • Publikationsart: Dissertation
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 95.00

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«Mit seinem umfangreichen, gründlichen und sorgfältigen Werk zeigt Hausmann, dass Bundesversammlung, Bundesrat und Kantonsregierungen nur während 41 der 132 Jahre, in denen eine bundesrechtliche Regelung der Miete besteht, auf Massnahmen verzichtet haben, die die Gestaltung des Mietzinses von Wohn- und Geschäftsräumen beeinflussen oder nach wie vor beeinflussen und damit die Inhaltsfreiheit der Vertragsparteien potenziell oder effektiv beschränkte oder noch beschränken›.»

Giacomo Roncoroni, mietrechtspraxis/mp, 4/16, S. 370 ff.


«Hausmanns Anstoss kommt zur rechten Zeit [...]»

«Sobald die Zinswende einsetzt, wird der Ruf nach Massnahmen, welche die «Explosion» bei den Mieten bremsen, sofort wieder da sein. Erst dann zu handeln, wäre fahrlässig, denn dass hoher Zeitdruck keine vorteilhafte Ausgangslage ist, um gute Gesetze zu schaffen, zeigt Hausmanns Blick in die Entstehungsgeschichte des Mietrechts zur Genüge.»

Andrea Martel, Neue Zürcher Zeitung: «Demontage der Kostenmiete», 20.05.2016


«Der Ökonom und Jurist Urs Hausmann schlägt ein Modell vor, das den Mietern auf Jahre hinaus stabile Mietzinsen verspricht.»

«Der 50-jährige Ökonom [...] weiss, wovon er spricht.»

Yves Demuth, saldo Nr. 12: «Mieter sitzen auf einer Zeitbombe», 22.06.2016


Wie erklären sich die Vertragsschranken im heutigen Schweizer Mietrecht? Wie haben sich mietrechtliche Erlasse unter dem Blickwinkel der Vertragsfreiheit nach dem Ende der Helvetik bis in die jüngste Schweizer Gegenwart entwickelt? Diesen Fragen geht die vorliegende Publikation auf den Grund. Im Zentrum stehen die Genese und die Evolution der mehrheitlich heute noch geltenden obligationsrechtlichen Vertragsschranken, die den Gestaltungsspielraum von Mietzinsen begrenzen. Dabei wird unter anderem deutlich, dass die Privatautonomie der Vertragsparteien bei der Ausgestaltung von Dauerschuldverhältnissen sukzessive eingeschränkt wurde.

Der Autor untersucht die Regulierung der Mietverhältnisse von Wohn- wie auch Geschäftsräumen. Er geht dabei insbesondere den zahlreichen, historisch gewachsenen inhaltlichen Verflechtungen der analysierten mietrechtlichen Normen nach. Stichworte sind «missbräuchliche Mietzinsen», «Orts- und Quartierüblichkeit», «Formularpflicht» oder die Bindung von Mietzinsen für Wohnungen an einen hypothekarischen Referenzzinssatz. Das Buch zeichnet weiter detailliert nach, wie sich das Paradigma der Kostenmiete seit dem Ersten Weltkrieg bis heute als allgemeingültiges Grundprinzip im Mietrecht etablierte. Dabei werden auslösende Momente, Motive und Hintergründe in ihren historischen, wirtschaftlichen und institutionellen Kontexten erläutert.


Ausführungen zu Sonderthemen wie die Normen zum Mietzinswucher und zum amtlichen Wohnungsnachweis im Kanton Zürich oder das während der wirtschaftlichen Boomphase der 1950er Jahren entworfene, aber nie in Kraft gesetzte Bundesgesetz über die Handels- und Gewerbemiete runden den vorliegenden rechtsgeschichtlichen Forschungsbeitrag ab.