• Stefan Rieder
  • Whistleblowing als interne Risikokommunikation
  • Ausgestaltung eines unternehmensinternen Whistleblowing-Systems aus arbeits- und datenschutzrechtlicher Sicht

  • Recht in privaten und öffentlichen Unternehmen, Band 2

  • Dike Verlag
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013
  • LIX, 362 Seiten, eBook

  • ISBN: 978-3-03872-075-1
  • Datei: 2.5 MB
  • Publikationsart: Dissertation
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 74.00

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«…Die Arbeit ist klar gegliedert und in gut verständlicher Sprache verfasst. Für den im deutschen Recht Tätigen bietet die Dissertation einen ausgesprochen interessanten Blick über den Tellerrand – zumal sich viele der geschilderten Überlegungen und durchdachten Lösungen durchaus auf andere Rechtsordnungen übertragen lassen. Der Praktiker wird vor allem die Empfehlung für Unternehmen (ab S. 273) als auch die für Unternehmen gut nutzbaren Anhänge zu der Arbeit zu schätzen wissen. Wer sich aus rechtlicher Sicht oder in der beruflichen Praxis intensiv mit Whistleblowing befasst, kann von diesem Buch eindeutig profitieren.»
—Tim Wybitul, Zeitschrift für Datenschutz, 2013, http://rsw.beck.de/cms/?toc=ZD.60&docid=346696
 

«…Die Stärke der Arbeit liegt in ihrem enzyklopädischen Anspruch. Meldepflichten werden mit zutreffendem Ergebnis bis in den Konzernverbund oder in die Leiharbeitsverhältnisse geprüft. Nötige, teils komplexe Interessenabwägungen werden ausführlich formuliert. Die inneren Entscheidungsprozesse der Hinweisgeber und die Untersuchungshandlungen der Unternehmen werden detailliert beschrieben und in ihren anwendungszusammenhang gestellt. Den Nutzen beschreibt Rieder sodann bis hin zum Qualitätsmanagement…
Die abschliessenden Empfehlungen sind unmittelbar umsetzbar, denn Rieder leitet sie aus einer Praxisuntersuchung bei Unternehmen der Banken- und Versicherungsbranche ab. Sie richten sich nicht nur an Unternehmen, sondern in einem separaten Abschnitt auch an den Gesetzgeber...»
—Björn Rohe-Liebenau, RCC Risk Communication Concepts, 02.07.2013
http://www.compliancedigital.de/ce/whistleblowing-als-interne-risikokommunikation/detail.html


Das Aufdecken von Missständen ist nicht neu, wurde unter dem Begriff Whistleblowing aber erst durch medienwirksame Fälle bekannt. Whistleblowing ist ein multidisziplinäres Phänomen, das Aspekte von Recht, Ethik, Risk Management, Compliance und Personalführung betrifft. Der Grat zwischen gerechtfertigtem und ungerechtfertigtem Whistleblowing ist sehr schmal und die involvierten Interessen von Arbeitnehmer, Arbeitgeber und der Öffentlichkeit sind nicht deckungsgleich. Internes Whistleblowing stellt interne Risikokommunikation dar und kann ein nutzenstiftendes Compliance-Instrument sein. Unternehmen müssen hierfür aber funktionierende Meldekanäle implementieren und eine eigentliche Risikokommunikationskultur schaffen. Ein funktionsfähiges internes Whistleblowing-System vermag das Unternehmen vor externem Whistleblowing und einem damit verbundenen Reputationsschaden zu schützen. Die Legitimation von externem Whistleblowing ist in der gesellschaftlichen, rechtlichen und politischen Diskussion umstritten. Externes Whistleblowing kann rechtlich durchaus zulässig sein, allerdings darf wirkliches und vermeintliches Fehlverhalten von Unternehmen nicht unter dem Deckmantel des öffentlichen Interesses grenzenlos an die Medien getragen werden.

Der Autor analysiert die arbeits- und datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen von internem und externem Whistleblowing und zeigt dabei die Verhaltenspflichten des Whistleblowers und des Arbeitgebers auf. Anhand einer empirischen Studie untersucht die St. Galler Dissertation, wie Unternehmen aus der Banken- und Versicherungsbranche mit internem Whistleblowing umgehen. Als Ergebnis der rechtlichen Analyse und der untersuchten Unternehmenspraxis leitet der Autor konkrete Empfehlungen für den Umgang mit Whistleblowing durch Unternehmen ab und stellt in den Anhängen Arbeitshilfen für die Praxis zur Verfügung.