• Christoph Good
  • Emer de Vattel (1714–1767)
  • Naturrechtliche Ansätze einer Menschenrechtsidee und des humanitären Völkerrechts im Zeitalter der Aufklärung

  • Europäische Rechts- und Regionalgeschichte, Band 12

  • Dike Verlag (in Kooperation mit Nomos Verlag, Baden-Baden)
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2011
  • XIII, 208 Seiten, gebunden

  • ISBN: 978-3-03751-328-6
  • Publikationsart: Dissertation
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 64.00

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Emer de Vattel (1714–1767) ist einer der weltweit einflussreichsten Völkerrechtsgelehrten des 18. und 19. Jahrhunderts. Allerdings wird er in der Forschung oftmals bis heute zu Unrecht als simplifizierender Glossator des preussischen Universalgelehrten Christian Wolff (1679–1754) dargestellt. Dagegen wird in der vorliegenden Arbeit aus einer individualrechtlichen Perspektive heraus die bisher kaum beachtete gesellschaftsvertragliche und staatsrechtliche Dimension von Vattels Hauptwerk, dem «Le Droit des Gens» (1758), untersucht. Zu Tage kommen neben der Eigenständigkeit der Staatskonzeption nachhaltige und fundierte Ansätze einer strukturierten Menschenrechtsidee, die in ihrer Herleitung weitestgehend naturrechtlich geprägt sind und die Rolle des Individuums in der staatlichen Gemeinschaft hervorheben und schützen; dies bereits vor den ersten revolutionären Deklarationen der Menschenrechte in den USA und in Frankreich im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Darauf aufbauend finden sich bei Vattel, bedingt durch die analoge Projizierung dieser freiheitsrechtlichen Ansätze auf die zwischenstaatlichen Beziehungen und insbesondere auf den «Sonderfall Krieg», von der Begründungsstruktur her parallel verlaufende Ansätze des humanitären Völkerrechts.