• Hans-Ueli Vogt
  • Konvergenz von Gesellschaftsrechten
  • Ein rechtsvergleichender Befund und seine rechtssoziologische und rechtstheoretische Erklärung im Lichte der Globalisierung

  • Dike Verlag
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2012
  • XLVIII, 455 Seiten, eBook

  • ISBN: 978-3-03872-009-6
  • Datei: 4.3 MB
  • Publikationsart: Habilitation
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 83.00

   - ODER -    + Wunschliste

 

 

 

 

Die Aktienrechte der westlichen Industrienationen haben sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte einander immer mehr angeglichen. Die Rede ist von einer Konvergenz von Gesellschaftsrechten. Sie betrifft fast alle Bereiche des Aktienrechts (wobei das Recht der börsenkotierten Gesellschaften im Vordergrund steht): die Rechtsstellung der Aktionäre, die Organisation und Verantwortlichkeit der Unternehmensleitung, die Offenlegung von Unternehmensinformationen, die öffentlichen Übernahmen sowie das Gebiet der Mergers & Acquisitions. Das Ziel der vorliegenden Abhandlung – der Habilitationsschrift des Verfassers aus dem Jahr 2006 – ist es, die Konvergenz von Gesellschaftsrechten im Lichte der Globalisierung zu erklären.

Die Globalisierung begünstigt konvergente Rechtsentwicklungen auf verschiedene Weisen: durch häufigere Imitationen (oder "Transplantationen") von Regeln anderer Rechtsordnungen, durch parallele Innovationen in verschiedenen Rechtsordnungen als Konsequenz namentlich einer globalen Wirtschaft und durch häufigere Koordination zwischen Gesetzgebern, Regulatoren usw. Freilich gibt es auch Faktoren der Rechtsentwicklung, die dafür sorgen, dass sich Unterschiede zwischen den Rechtsordnungen halten, wie namentlich die Pfadabhängigkeit jeglichen Wandels.

Die genannten Prozesse des Rechtswandels werden auf systemtheoretischer Grundlage und auf der Basis einer Analyse zum Stand des Rechts in der Globalisierung im Detail beschrieben. Sodann wird im Einzelnen aufgezeigt, wie Imitationen, parallele Innovationen und Koordination zu einer Konvergenz des US-amerikanischen, des deutschen und des EU-Rechts in den Bereichen der Mitwirkungsrechte der Aktionäre, der Verantwortlichkeit der Unternehmensleitung und der Offenlegung von Unternehmensinformationen geführt haben.