• Stephanie Millauer
  • Sonderanknüpfung fremder zwingender Normen im Bereich von Schuldverträgen (Art. 19 IPRG und Art. 7 Abs. 1 EVÜ)

  • St. Galler Studien zum internationalen Recht, Band 29

  • Dike Verlag
  • 1. Auflage, St. Gallen/Lachen 2001
  • 318 Seiten, broschiert

  • ISBN: 978-3-905455-62-5
  • Publikationsart: Dissertation
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

Preis: CHF 89.00

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Das Prinzip der Parteiautonomie ist für internationale Schuldverträge im Kollisionsrecht aller europäischen Länder anerkannt. Fehlt eine Rechtswahl der Parteien, so wird das auf den Vertrag anwendbare Recht durch objektive Anknüpfung ermittelt. Definitionsgemäss weist ein internationaler Schuldvertrag aber nicht nur Berührungen zu einer einzigen, sondern zu mehreren Rechtsordnungen auf. Sind in diesen Rechtsordnungen Normen vorhanden, welche aufgrund ihrer besonderen Bedeutung unabhängig von der kollisionsrechtlichen Verweisung angewandt werden wollen (sog. international zwingende Normen), hat das Gericht im Streitfall die schwierige Frage zu entscheiden, welche dieser ausländischen Normen beachtet werden soll und welche Rechtsfolgen sich daraus ergeben. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht die Frage nach einer geeigneten Methode zur Beachtung fremder international zwingender Normen. Der Umgang mit fremden international zwingenden Normen wird konkretisiert und unter Betrachtung der bisherigen Rechtsprechung und der heutigen gesetzlichen Regelung werden einerseits praktikable Entscheidungsmerkmale für die Justiz und andererseits Vorschläge für die Vertragsgestaltung erarbeitet.