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Menschenwürde und Selbstbestimmung haben eine komplexe und wechselseitige Beziehung. Respekt vor der Menschenwürde setzt die Achtung der Autonomie voraus. Ohne Respekt für die Selbstbestimmung der Menschen gibt es auch keinen Respekt für ihre intrinsische Würde. Jedoch ist das Zusammenspiel beider Prinzipien etwas komplizierter. Eine entscheidende Frage bleibt offen: Wie gross soll der Freiheitsspielraum der Individuen in einer Gesellschaft sein, um ein würdevolles und gerechtes Zusammenleben zu gewährleisten? Eine adäquate Antwort auf dieses Dilemma zu geben verkörpert vielleicht die Hauptaufgabe jedes rechtlichen Systems.

Der vorliegende Band macht es sich daher zur Aufgabe, das besondere Verhältnis der beiden Grundbegriffe innerhalb des Rechts und der Ethik zu analysieren. Das Generalthema ist interdisziplinär angelegt und beinhaltet bioethische, menschenrechtliche, privatrechtliche und strafrechtliche Fragestellungen.