• Kathrin Utz Tremp
  • «Fiat littera ad dictamen sapientum»
  • Lombarden und Juden in Freiburg im Üchtland (14. Jahrhundert)

  • Europäische Rechts- und Regionalgeschichte, Band 17

  • Dike Verlag (in Kooperation mit Nomos Verlag, Baden-Baden)
  • 1. Auflage, Zürich/St. Gallen 2012
  • 392 Seiten, broschiert

  • ISBN: 978-3-03751-419-1
  • Publikationsart: Abhandlung
  • Sprache: Deutsch
  • Verfügbarkeit: am Lager

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«Sie hat eine Untersuchung über einzelne Freiburger Notariatsregister geliefert, die in ihrem Informationsgehalt und in ihrer Genauigkeit einzigartig ist.»


Theodor Bühler, Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Band 131, S. 725.


Im vorliegenden Buch wird einer der ersten Versuche unternommen, eine «histoire notariale» zu schreiben, d.h. eine Geschichte des Notariats, die vor allem am Produkt der Notare, den Notariatsregistern, interessiert ist. Dieser Versuch geschieht anhand der drei ersten Register, welche im Staatsarchiv Freiburg für die mittelalterliche Stadt Freiburg und ihr Umland überliefert sind und welche die Jahre 1356–1359, 1372–1373 und 1377–1388 decken. Sie lassen sich den Notaren Peter Nonans und Heinrich Nonans von Schwarzenburg zuordnen, die eine erste, allerdings künstliche Freiburger Notarenfamilie bilden. In ihrer Kanzlei wurde das dictamen sapientum eingeübt und praktiziert und wagte das Freiburger Notariat seine ersten, manchmal noch unbeholfenen Schritte. Als Motor für die Produktion dieser ersten Notariatsregister fungierten die Lombarden, Bankiers aus Oberitalien, die in der zweiten Hälfte der 1350er Jahre in Freiburg zwei Niederlassungen hatten und die zu Beginn der 1380er Jahre als Geldgeber durch die Juden abgelöst wurden. Erstaunlicherweise markiert das erste Freiburger Notariatsregister, das sog. Registrum Lombardorum (1356–1359), nicht den Höhepunkt der Präsenz der Lombarden in Freiburg, sondern den beginnenden Niedergang, vielleicht gerade weil ihre Geldgeschäfte durch das Register einer Kontrolle durch die Stadt unterworfen werden sollten.