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Kapitalbezogen ausgestaltete Gesellschaftsformen des schweizerischen Gesellschaftsrechts vermögen zwecks Kapitalbeschaffung Erhöhungen ihres Grundkapitals vorzunehmen, bei denen die Liberierungsschuld nicht in bar geleistet wird. Zur Verfügung stehen die Liberierung mittels Sacheinlage, die Verrechnungsliberierung sowie die Liberierung aus Eigenkapital. Da diese sogenannten qualifizierten Liberierungsformen die Gefahr der unvollständigen Erfüllung der Liberierungsschuld mit sich bringen, sieht das geltende Recht besondere formelle Vorschriften hinsichtlich Transparenz und Kontrolle sowie zur Durchsetzung unvollständiger Einlagen vor. Die Zürcher Dissertation behandelt zunächst die Funktionen des Grundkapitals und nimmt sich rechtsformübergreifend der Frage an, ob die im gegenwärtigen Recht vorgesehenen und in Lehre und Rechtsprechung entwickelten Schutzmechanismen bei qualifizierten Kapitalerhöhungen hinreichenden Schutz vor Unterkapitalisierung und damit verbundenem Missbrauch mit sich bringen. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen sodann die schuldrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Konsequenzen bei fehlerhaften qualifizierten Kapitalerhöhungen. Ein ausgemachter gesetzgeberischer Handlungsbedarf wird abschliessend in den Kontext der gegenwärtig geplanten Revision des Aktienrechts gestellt.